Mit Sicherheit auf der sicheren Seite
Sicherheit ist ein Prozess, kein Produkt
Ein Virenschutz allein reicht heute längst nicht mehr. Angriffe sind professioneller geworden, und gefälschte E-Mails lassen sich mit künstlicher Intelligenz kaum noch von echten unterscheiden.
Guter Schutz besteht deshalb aus mehreren Ebenen: der richtigen Technik, klaren Abläufen und geschulten Mitarbeitenden. Mit den Produkten und Dienstleistungen, die wir empfehlen, bauen Sie diese Ebenen Schritt für Schritt auf.
Warum Angreifer Computer «hacken»
Die meisten Angriffe haben ein einfaches Ziel: Geld. Angreifer stehlen Daten, um sie zu verkaufen, oder sie verschlüsseln Daten, um Lösegeld zu erpressen. Seltener geht es darum, Systeme gezielt zu stören oder zu zerstören.
Viele kleine Firmen denken: «Bei uns gibt es nichts zu holen.» Das ist ein Irrtum. Angreifer suchen sich oft nicht gezielt ein Opfer aus, sondern greifen automatisiert tausende Firmen gleichzeitig an. Wer schlecht geschützt ist, wird getroffen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Was kostet es Sie, wenn Ihre Daten oder Systeme plötzlich nicht mehr verfügbar sind? Zwei Beispiele aus dem Alltag zeigen, wie schnell das geht.
Beispiel 1: Plötzlich ohne Internet
Ein kleiner Betrieb hat 5 Mitarbeitende. Zwei davon bestellen laufend Material bei verschiedenen Lieferanten, damit das Lager immer gefüllt ist.
Eines Morgens fällt das Internet aus. Damit funktionieren auch die E-Mails nicht mehr, denn sie laufen über die Cloud. Telefonieren geht nur noch intern, weil die Telefonie ebenfalls übers Internet läuft. Die Lieferanten sind nicht mehr erreichbar, Bestellungen bleiben liegen.
Fragen, die Sie sich stellen sollten:
- Wie lange kann der Betrieb ohne Internet weiterarbeiten, bis das Lager leer ist und die übrigen Mitarbeitenden nichts mehr tun können?
- Gibt es einen Plan B, etwa einen mobilen Hotspot, eine zweite Internetleitung oder eine Telefonliste der wichtigsten Lieferanten auf Papier?
- Gibt es einen schriftlichen Notfallplan? Wurde er schon einmal geübt und danach verbessert?
Beispiel 2: Eine E-Mail legt das Team lahm
In einer Abteilung arbeiten 10 Projektleitende. Sie erstellen täglich Zeitpläne, Pläne, Offerten und Kundenrechnungen, also genau die Daten, von denen das Geschäft lebt.
Eine Projektleiterin erhält eine E-Mail, die echt aussieht, zum Beispiel eine angebliche Rechnung eines bekannten Lieferanten. Sie öffnet den Anhang. Ein Schadprogramm, eine sogenannte Ransomware, verschlüsselt darauf alle Dateien, auf die sie Zugriff hat. «Verschlüsselt» heisst: Die Dateien sind noch da, aber unlesbar. Die Angreifer verlangen Lösegeld, meist in Kryptowährung wie Bitcoin. Oft drohen sie zusätzlich, die gestohlenen Daten zu veröffentlichen.
Fragen, die Sie sich stellen sollten:
- Daten: Wie viel Arbeit dürfen Sie maximal verlieren, einen Tag, eine Woche? Gibt es eine aktuelle Datensicherung, die getrennt vom Netzwerk aufbewahrt wird und die Angreifer nicht mitverschlüsseln können?
- Zugriffsrechte: Wann wurde zuletzt geprüft, wer auf welche Daten zugreifen darf? Braucht wirklich jede Person Zugriff auf alles? Je weniger jemand sehen kann, desto weniger kann ein Angriff über diese Person zerstören.
- Nacharbeit: Wie lange brauchen die Projektleitenden, um verlorene Arbeit neu zu erstellen? Wie viele Fehler schleichen sich dabei ein, und was macht das mit ihrer Motivation?
- Kosten: Was kostet eine Stunde, in der 10 Projektleitende nicht arbeiten können?
- Ruf: Wie reagieren Kunden, Lieferanten und Mitbewerber, wenn bekannt wird, dass Ihre Daten gestohlen wurden?
- Kommunikation: Wie erreichen Sie Ihre Geschäftspartner, wenn E-Mail und Kundendaten nicht verfügbar sind?
- Liquidität: Wie lange hält Ihre Firma durch, wenn keine Rechnungen mehr verschickt werden können und kein Geld hereinkommt?
Fazit: Vorbereitung ist der beste Schutz
Kein System ist hundertprozentig sicher. Entscheidend ist, wie gut Sie vorbereitet sind, wenn doch etwas passiert. Mit diesen Grundlagen sind Sie bereits deutlich besser geschützt:
- Datensicherung nach der 3-2-1-Regel: 3 Kopien Ihrer Daten, auf 2 verschiedenen Speichern, davon 1 ausser Haus oder offline. Testen Sie regelmässig, ob sich die Daten auch wirklich zurückholen lassen.
- Zwei-Faktor-Anmeldung: Neben dem Passwort braucht es einen zweiten Nachweis, etwa einen Code auf dem Handy. So nützt ein gestohlenes Passwort allein nichts.
- Updates sofort installieren: Viele Angriffe nutzen Sicherheitslücken, für die es längst eine Korrektur gibt.
- Zugriffsrechte einschränken: Jede Person sieht nur, was sie für ihre Arbeit braucht.
- Mitarbeitende schulen: Wer verdächtige E-Mails erkennt, verhindert die meisten Angriffe, bevor sie beginnen.
- Notfallplan erstellen und üben: Wer macht was, wen ruft man an, wie arbeitet man weiter?
Sie möchten wissen, wo Ihre Firma heute steht? Wir prüfen Ihre IT gerne und zeigen Ihnen, wo sich mit wenig Aufwand viel erreichen lässt.
