Kann man Windows 10 ohne Sicherheitsupdates nutzen?
Die kurze Antwort: Man kann, soll aber nicht. In diesem Artikel gehen wir genauer drauf ein.
Windows 10 ohne Sicherheitsupdates sollte man nicht machen
Die ganze Hackerwelt hat seit Juni 2021 darauf gewartet, dass Millionen von PC und Laptops mit Windows 10 ohne Sicherheitsupdates im Internet unterwegs sind. Ab dem offiziellen Support-Ende am 14. Oktober 2025 wird dieses Szenario Realität für all jene, die ihre Geräte nicht aktualisieren oder schützen. Der Betrieb eines nicht unterstützten Betriebssystems birgt erhebliche Risiken, die von Datenverlust bis hin zu Identitätsdiebstahl reichen können.
Warum der Betrieb von Windows 10 ohne Updates gefährlich ist
Microsoft veröffentlicht monatlich sogenannte «Patch Days», um Sicherheitslücken in Windows zu schliessen, die von Cyberkriminellen aktiv ausgenutzt werden könnten. Ohne diese regelmässigen Updates bleiben diese Lücken offen.
Ein Betriebssystem ist wie ein Haus
Stellen Sie sich Ihr Betriebssystem wie ein Haus vor. Sicherheitsupdates sind die Schlösser und Riegel, die Microsoft an den Türen und Fenstern anbringt, sobald eine neue Einbruchsmethode bekannt wird. Wenn Sie keine Updates installieren, lassen Sie diese potenziellen Hintertüren offen. Hacker können diese Schwachstellen nutzen, um:
- Malware und Ransomware auf Ihrem System zu installieren, die Ihre Dateien verschlüsselt und Lösegeld fordert.
- Sensible Daten wie Passwörter, Bankinformationen und persönliche Dokumente zu stehlen.
- Ihren Computer unbemerkt für Botnetze zu missbrauchen, um Spam zu versenden oder an koordinierten Cyberangriffen teilzunehmen.
Antivirenprogramme bieten zwar eine zusätzliche Schutzschicht, können aber ein veraltetes Betriebssystem mit fundamentalen, ungestopften Sicherheitslücken nicht vollständig absichern.
Fazit: Windows 10 ohne Sicherheitsupdates ist keine Option, es ist gefährlich
Wie bekomme ich weiterhin Sicherheitsupdates für Windows 10?
Für Unternehmen und Organisationen, die nicht sofort auf Windows 11 umsteigen können, bietet Microsoft eine Übergangslösung an: das Extended Security Updates (ESU)-Programm.
Was ist ESU, das Extended Security Updates Programm?
ESU ist ein kostenpflichtiger Dienst, der den Support-Zeitraum für Windows 10 um bis zu drei weitere Jahre verlängert. Teilnehmer erhalten weiterhin kritische und wichtige monatliche Sicherheitsupdates bis mindestens Oktober 2028.
Wie kommt man zu ESU?
Ursprünglich war das ESU-Programm ausschliesslich für Volumenlizenzkunden gedacht. Microsoft hat jedoch kürzlich angekündigt, das ESU-Angebot auch für Privatnutzer zugänglich zu machen, die bereit sind, dafür zu bezahlen.
Die genauen Preise und der Anmeldeprozess für Privatanwender sind noch in Klärung, werden aber voraussichtlich über die Windows Update-Einstellungen im Herbst 2025 verfügbar gemacht. Es handelt sich um ein jährliches Abonnement, dessen Kosten sich voraussichtlich jedes Jahr verdoppeln werden. Für die meisten Privatanwender ist dies keine dauerhafte, sinnvolle Lösung, sondern eine temporäre Brücke.
Alternativen: Was tun nach dem 14. Oktober 2025?
Anstatt sich auf das ESU-Programm zu verlassen, gibt es mehrere zukunftssichere Wege, Ihren Computer sicher zu halten:
1. Der Wechsel zu Linux

Für Nutzer, deren Hardware die Anforderungen für Windows 11 nicht erfüllt oder die sich von Microsofts Ökosystem lösen möchten, ist Linux eine hervorragende, kostenlose und sichere Alternative.
- Vorteil: Linux-Distributionen wie Ubuntu, Linux Mint oder Fedora sind oft weniger ressourcenhungrig, laufen gut auf älterer Hardware und sind für ihre Stabilität und Sicherheit bekannt. Die Community ist gross und hilfsbereit.
- Nachteil: Eine Umstellung erfordert etwas Einarbeitungszeit. Manche spezialisierte Windows-Software läuft unter Linux nur über Kompatibilitätsschichten (wie Wine) oder gar nicht.

2. Upgrade auf Windows 11
Dies ist die naheliegendste und von Microsoft bevorzugte Lösung. Windows 11 wird bis mindestens Oktober 2031 unterstützt.
- Voraussetzung: Prüfen Sie, ob Ihr PC die Mindestsystemanforderungen erfüllt (insbesondere TPM 2.0 und ein relativ neuer Prozessor).
- Vorteil: Nahtloser Übergang, hohe Kompatibilität mit bestehender Software und Hardware.
- Nachteil: Falls die Hardware nicht kompatibel ist, müssten Sie eventuell in einen neuen PC investieren.
3. Neuer PC mit Windows 11
Wenn Ihr aktueller Computer zu alt für Windows 11 ist und Sie nicht zu Linux wechseln möchten, ist die Investition in neue Hardware die sicherste Option. Neuere PCs bieten nicht nur die Kompatibilität mit aktuellen Betriebssystemen, sondern auch moderne Sicherheitsfunktionen und bessere Leistung.
Fazit: Die Nutzung von Windows 10 ohne Sicherheitsupdates ist ein unnötiges Risiko. Ob durch ein Upgrade auf Windows 11, einen Wechsel zu Linux oder die Nutzung des ESU-Programms als Notlösung – die Sicherheit Ihrer Daten sollte oberste Priorität haben.
Fazit: Jetzt handeln für Ihre Sicherheit – Windows 10 ohne Sicherheitsupdates ist gefährlich
Die Nutzung von Windows 10 ohne Sicherheitsupdates ist ein unnötiges Risiko. Die Sicherheit Ihrer Daten sollte oberste Priorität haben.
Ganz gleich, welchen Weg Sie einschlagen möchten – ob Upgrade auf Windows 11, die Einrichtung der ESU-Übergangslösung oder der Umstieg auf Linux:
Wir von P’s 4U stehen Ihnen bei allen Schritten schnell, unkompliziert und kompetent zur Seite. Wir analysieren Ihre Bedürfnisse, prüfen Ihre Hardware und sorgen dafür, dass Sie auch nach dem Support-Ende sicher und produktiv bleiben. Kontaktieren Sie uns noch heute für eine Beratung!

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